Servus GT Freunde/innen Hier Dirks Bericht zur Tour! Es stand wieder eine Genusstour des TSV Erding auf dem Plan, da habe ich mich mal wieder beteiligt. Das heutige Ziel war die Stadt Wasserburg mit der wunderschönen Altstadt an der Innschleife. Man könnte meinen, es sei eine Insel. Immerhin ist die Altstadt zu 7/8 vom Inn umgeben. Wir sind auch mit acht Radlern gestartet.
Der Start war bei noch kühlen Temperaturen am erdinger Schwimmbad. Der Himmel riss aber sehr schnell auf und es wurde ein wunderschönes Radlwetter bei weiß-blauem Himmel mit viel Sonnenschein. Der Temperaturdurchschnitt lag bei angenehmen 21°C, wobei es in der Sonne schon gut heiß werden konnte. Zuerst führte die Tour erst einmal heraus aus Erding, es ging über Pretzen gen Süden nach Unterschwillach und über den Sempt-Mangfall-Radlweg nach Forstinning. Ab Schwaberwegen stand dann die lange Gerade durch den Ebersgberger Forst an. Auf der einen Seite läuft das Radl hier sehr gut, da kann man schon Tempo machen. Auf der anderen Seite bietet sie keinerlei Abwechslungs, abgesehen von einem kleinen Schlenker. Der ist vermutlich entstanden, als bei der Planung der Daumen über das Lineal hinausragte...
Dafür wird es danach dann wunderschön, die Alpen waren deultich zu erkennen und es ging gleich auf die Strecke via Berg nach Abersberg. Während fast ganz Deutschland über Trockenheit und Wassermangel jammert, ist es hier in Oberbayern die Wiesen und Weiden noch wunderbar grün. Das muss man dann einfach genießen, dazu kommt eine leicht wellige Strecke mit Anstiegen und schönen Abfahrten. Das ist einfach wunderschön.
In Abersdorf gab es noch eine kleine Irritation, dann kam ein etwas anstregender Anstieg, gefolgt von einer Schleife bis zur herrlichen Abfahrt an Sankt Christoph vorbei. Die anschließenden Mühlbachauen hatten auch ihren Charme, viel grün und eine weitge Sicht. Anschließend führte die Tour noch am schönen Biergarten von Kalteneck vorbei, der offenbar geschlossen war und schon waren wir in Albaching. Von da sind wir Richtung Süden geradelt und bei der schönen Abfahrt hat es dann Peng gemacht, wenngleich deutlich lauter: Ein Reifen mochte seine Luft nicht mehr halten. Da wurden dann alle erst einmal nervös, es war ja unklar, wessen Schlauch nicht mehr wollte. Also gab es die erste kurze Pause, es musste ein Schlauchreifen getauscht werden. Wie üblich bekommt man dann nicht allzuviel Luft hinein, die kleinen Pumpen schaffen zwar viel, nur kaum jemand hat die Ausdauer dafür...
Nach Pfaffing oder besser Nederndorf stand dann wieder eine wunderschöne Nebenstraße an, gut asphaltiert und kaum Verkehr. Bei Ortsnamen wie Unter- und Oberübermoos weiß man, hier ist die Welt in Ordnung. Die Abfahrt zur Hauptstraße war wieder wunderbar, die Alpen im Blick ist das einfach eine feine Sache. Über Breitbrunn führte der Weg nach Roßhart, da stand das Schild "Kühe haben natürliche Hörner", das gefiel mir. Zu oft sieht man doch noch Kühe, denen die Hörner weggebrannt wurden.
Normalerweise bin ich immer nach Edgarten zu Meggle abgebogen, heute führte die Tour über die Bundesstraße. Das ist auch eine schöne Strecke, gut zu radln, zumindest bis zu dem Punkt, als die Straße nur noch aus Kieselsteinen bestand. So ging es wieder zurück und doch bei Meggle vorbei und dann auf den Radlweg mit bescheidener Güte. Der ist recht schmal und alles andere als gut zu radln. Jedoch war das nicht sehr lang. Vor der Abfahrt zur Altstadt von Wasserburg haben wir noch einen Zwischenstopp bei der Tankstelle eingelegt. Nun weiß ich, mein Adapter funktioniert, damit kann man dann auch einen Rennradreifen wieder aufpumpen. Damit war es ein Problem weniger.
Für die Abfahrt blieben wir auf der Hauptstraße, da stören wir keine Autos, die können eher unser Tempo auf der kurvigen Strecke gar nicht erreichen. Die Altstadt dann selber ist wunderschön wie eh und je, die schöne Brücke über den Inn ist ein Genuss, der Blick auf das Tor und die Fassade der Häuser, das hat schon etwas. Das kann eigentlich nur noch durch eines gesteigert werden. Nur war dazwischen noch ein etwas längerer und doch anstrengender Anstieg. Das lohnt sich, die Aussicht auf Wasserburg mit der Innschleife von oben ist einfach ein Traum. Obendrein war heute Sonntag, da störte die Hauptstraße im Hintergrund kaum, so dass man die Aussicht einfach nur wirken lassen konnte. Das ist definitiv ein Hightlight der Tour!
Dabei war Wasserburg sogar mal die Kreisstadt vom Landkreis Wasserburg. Der wurde nur bei einer Gebietsreform aufgelöst, ein Teil ging an Mühldorf, einer an Erding und der Rest, nebst Wasserburg selber an den Landkreis Rosenheim.
Es folgte der Abstecher über Odelsham, da konnten wir dann nur dem schönen Cafe Mesner nachtrauern, dass Corona leider nicht überlebt hatte. Das war immer schön, die Lage war super, der Kuchen vom Feinsten und die Bedienungen überaus freundlich. Das ist schon ein herber Verlust.
Bei Koblberg sind wir dann lieber nicht mit durch den Garten geradelt, auch wenn es ein offizieller Radlweg sein mag. Stattdessen sind wir über Rottmoos geradelt. Es gab noch eine Irritation, ob wir den Schlenker über Sonnenholzen nehmen sollen, dann sind wir doch die kürzere, direkte Strecke geradelt, mit Blick auf die Kirche von Kirchreit. Im Bogen ging es dann zum Gasthaus Rieden, das war nur leider geschlossen, auch wenn im Internet steht, es sei geöffnet. Da wir nun schon deutlich über 70 km weg hatten, wäre eine Einkehr nicht verkehrt gewesen. So wurde kurzerhand die Route geändert, es ging direkt nach Soyen. Der Italiener dort hatte zwar geöffnet, war jedoch dermaßen voll, dass man nur innen einen Platz bekam und die Wartezeit fürs Essen doch extrem lang gewesen wäre. Also ging es weiter nach Haag.
Die Strecke nach Haag ist auch super, ein wenig wellig und am Ende geht es über den Radlweg hinab nach Haag. Dort war natürlich der Unertl-Biergarten die erste Wahl. Nur sah es da aus, wie beim Italiener in Soyen. Beim Italiener gab es dann doch noch einen Platz und das Essen dauerte zwar, war aber durchaus im erträglichen Rahmen. Gut gesättigt sollte es dann weiter gehen, nur ereilte uns die Feststellung eines Verlustes: Ein Hinterradl hatte keine Luft mehr. Das verzögerte die Weiterfahrt, manch einer nutzte die Gunst der Stunde und bestellte sich noch einen Cafe und schon ging es weiter über Oberndorf hoch nach Lichtenweg, dem höchsten Punkt des Landkreises Erding. Das zog das Feld dann etwas in die Länge...
In Lichtenweg gab es noch eine kurze Diskussion, wie denn nach Erding zurückgeradelt werden soll. Die Wahl fiel auf die wirklich wunderschöne Abfahrt nach Weiden und dann auf den langgezogenen Anstieg nach Mittbach. Da ereilte uns dann die dritte Panne: Der getauschte Schlauchreifen war wieder platt, dafür hatte aber niemand Ersatz. Gut, etwas Schwund ist immer, dann ging es halt zu siebt weiter. Und keine Angst, er wurde anschließend abgeholt oder er hat da doch noch eine Wirtschaft gefunden und sitzt da noch immer...
Die Abfahrt bei Pemmering ist wieder ordentlich, mit genug Schwung schafft man auch den anschließenden Anstieg. Doch meistens geht einem kurz vorher der Schwung aus. Aber das macht nichts, danach geht es fast nur noch bergab. Bei Mitterbach kam dann noch die Steigerung, die Abfahrt ist herrlich, nicht sehr steil, dafür lang ohne Überraschungen. Da kann das Radl einfach nur laufen. Über Reithofen führte dann der Weg via Pastetten hoch nach Poigenberg, dann hinunter über Oberschwillach und schon waren wir auf der Strecke vom Hinweg.
Das war eine herrliche Runde, das Wetter hat gepasst, die Temperaturen waren super. Dass es auch einmal die eine oder andere Panne gibt, damit muss man einfach leben. Das hat das Erlebnis ja nicht getrübt.